Traditionelle Chinesische Medizin


Immer mehr Menschen schätzen die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) als Ergänzung der klassischen Schulmedizin.

Hinter den fernöstlichen Behandlungsmethoden steht ein ganzheitlicher Ansatz, der Körper, Geist und Seele als Einheit betrachtet und entsprechend behandelt. Die jahrtausendealten Lehren beruhen auf der Überzeugung, dass Energieströme in bestimmten Bahnen (Meridianen) durch unseren Körper fließen und die Gesundheit und das Wohlbefinden maßgeblich beeinflussen. Es gibt verschiedene Therapieformen, um die Lebensenergien zu harmonisieren; einen Schwerpunkt bildet dabei die Akupunktur. Aber auch mit Moxibustion und Schröpfkopf-Massage lassen sich bei den unterschiedlichsten Beschwerden sehr gute Behandlungserfolge erzielen.

Ich freue mich, Ihnen im Rahmen meiner Sprechstunde einige Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin einschließlich einer ganzheitlich ausgerichteten Ernährungsberatung anbieten zu können.

Anamnese


Der Grundsatz, Körper und Seele als Einheit zu sehen, erfordert zunächst eine umfassende Anamnese.

Im Rahmen eines ausführlichen Gesprächs versuche ich, mir ein genaues Bild von meinen Patienten zu machen. Dabei werden nicht nur Vorerkrankungen und deren Therapien berücksichtigt, sondern auch die akute physische und psychische Situation meines Patienten. 

Akupunktur


Die Traditionelle Chinesische Medizin kennt über 700 Punkte auf der Haut, die mit einzelnen Organen und Organbereichen in Beziehung stehen. Durch den sanften Reiz mit sehr feinen Akupunkturnadeln können diese Punkte aktiviert und auf diese Weise der Energiefluß in ganz bestimmten Bereichen harmonisiert werden.
Mit Hilfe dieser Reiztherapie erfolgt z. B. eine rasche Linderung unterschiedlichster Schmerzen. So werden z. B. Migräne und Menstruationsbeschwerden, aber auch Neuralgien oder Schmerzen rheumatischer oder orthopädischer Ursache mit sehr gutem Erfolg behandelt.
Gute Erfahrungen mit der Akupunktur habe ich auch im Bereich der Geburtsvorbereitung, bei der Nikotinentwöhnung oder der Gewichtsreduktion gemacht.

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Moxibustion

Bei der Moxibustion („Moxa“) werden die Akupunkturpunkte statt mit Nadeln mit Wärme beeinflußt. Ein bekanntes Beispiel für diese Therapieform stammt aus der Geburtshilfe; so wird im Falle einer Steißlage des Kindes der werdenden Mutter das zu einer „Zigarre“ gerollte und angezündete Kraut (Moxa = Beifußkraut) an einen bestimmten Punkt an der Außenseite der kleinen Zehen gehalten. Die starke Wärme regt über den entsprechenden Meridian die Muskeln der Gebärmutter an und macht das Baby munter: Es beginnt sich zu bewegen und nicht selten zu drehen.
Aber auch in anderen Bereichen, z. B. bei unspezifischen Unterleibsbeschwerden, hat sich die Wärmetherapie mit der Moxa-Zigarre als ausgesprochen hilfreich erwiesen.

Diätetik (Ernährungslehre)


Ein wichtiger Baustein der Behandlungsmethoden im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Ernährungsberatung. Den meisten Menschen ist im Zeitalter des Fast-food das natürliche Empfinden für Auswahl und Kombination unserer Lebensmittel abhanden gekommen.
Falsche Ernährung ist oft ein Auslöser verschiedener Befindlichkeitsstörungen, die in ernstzunehmende Krankheitsbilder münden können. So profitieren von der Ernährungsberatung nicht nur übergewichtige Patienten, sondern auch all die, die krankheitsgebunden für eine rasche Heilung beraten werden oder diejenigen, die vorbeugend über die vielfältigen Möglichkeiten der gesunden Küche informiert werden möchten. So kann gesundes Essen zum Vergnügen für Körper und Seele werden. In den Fällen, in denen die Ernährungsberatung der Therapie einer Krankheit oder der Reduzierung des Gewichtes dienen soll, bietet sich eine Kombination, z. B. mit einer Akupunkturbehandlung an.

Laserbehandlung


Hier werden die unterschiedlichen Hautpunkte nur mit dem Licht des Lasers aktiviert. Dieses überaus schonende Verfahren ist besonders für Kinder geeignet. Für sehr empfindliche Patienten kann sie aber auch ein Einstieg in die klassische Behandlung mit Akupunkturnadeln sein.

QiGong


QiGong ist ein Sammelbegriff für vielfältige Übungsmethoden zur Stärkung der Lebenskraft. Im Rahmen der TCM stellt QiGong den Weg des eigenen Bemühens um Gesunderhaltung und Heilung dar.
QiGong-Übungen umfassen Körperhaltungen und Bewegungen sowie Atem- und Konzentrations-übungen zur Regulierung und Stärkung körperlicher, geistiger und seelischer Funktionen. Durch die Möglichkeit, die Übungen gemäß den individuellen Bedürfnissen anzupassen, kann QiGong unabhängig von Alter und Gesundheitszustand von jedem erlernt und geübt werden.

Schröpfkopf-Massage


Früher war das Schröpfen probates Mittel der westlichen Medizin. Bei der heutigen Schröpfkopf-Massage werden kleine Schröpfgläschen entlang der Meridiane auf den Körper gebracht, um Blockaden zu lösen, eine entkrampfende Wirkung zu erzielen und blockierte Energie freizusetzen. Beispielsweise macht die Schröpfkopf-Massage bei Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule einen Besuch beim Orthopäden in vielen Fällen unnötig.

Kostenerstattung


Die Kosten für die hier geschilderten Therapien werden von den gesetzlichen Krankenkassen auf Antrag eventuell teilweise, manchmal sogar ganz übernommen. Der Antrag muß eine Schilderung der exakten Diagnose sowie die bisherigen Therapien und deren Erfolg enthalten. Genaueres erfahren Sie bei Ihrer Krankenkasse.
Im Leistungsangebot einiger privater Krankenversicherungen ist die Akupunktur bereits verzeichnet, sie übernehmen die Kosten vollständig. Dies trifft leider nicht für alle privaten Krankenversicherungen zu. Ich empfehle Ihnen in jedem Fall, sich wegen der Kostenübernahme vorher mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung zu setzen.